szmmctag

  • Fest der Liebe für Vergewaltiger

    Knapp eine Woche vor Weihnachten bemüht man sich als Beobachter dieser Welt verstärkt, die guten Nachrichten herauszupicken. Wie zum Beispiel diese: Vergewaltiger muss nicht ins Gefängnis.
    Ein heute 20-jähriger hatte 2009 eine damals 15-jährige gemeinsam mit einem Freund vergewaltigt. Die daraufhin verhängte Haftstrafe wurde nach eingelegter Berufung - völlig verständlich, angesichts einer solch drakonischen Strafe wegen einer Lappalie - nunmehr aufgehoben. Und dies, obwohl die Motivsuche schwierig war:

    Während der Verhandlung bemühte sich Richter [...] darum, mehr Klarheit über die Motive des Angeklagten zu bekommen, doch die blieben im Dunkeln.

    Gut, ein Zyniker würde auf den völlig verrückten Gedanken kommen, dass der Angeklagte einfach nur eine junge Frau vergewaltigen wollte, und es ihm egal war, dass er sein Opfer zu lebenslänglichem Trauma verurteilte. Glücklicherweise sind wir im aufgeklärten Europa über derlei archaische Erklärungsmuster hinweg. Sagen wir einfach, er wollte nur spielen und war sich seiner Untat nicht bewusst, der kleine Racker! Außerdem:

    Der 20-Jährige erklärte im Schlusswort immerhin, dass ihm alles leid tue.

    Ja, geradezu versöhnlich endet diese rührende Weihnachtsgeschichte, denn der Richter schlägt

    einen Täter-Opfer-Ausgleich bei der Jugendkonflikthilfe vor, in der Hoffnung, dass dem 20-Jährigen die Folgen seiner Tat dadurch bewusst werden.

    Es wäre auch vermessen anzunehmen, ein damals 18-jähriger könnte sich nach nicht einmal 2 Jahren Bedenkzeit der Tragweite eines Verbrechens bewusst sein. Inwiefern dieser "Ausgleich" stattfinden soll, ist mir zwar nicht ganz klar. Aber ich finde es schön, Vergewaltiger nicht aus der Gesellschaft auszustoßen, sondern sie verlorenen Schafen gleich wieder in die gesellschaftliche Mitte aufzunehmen. Bestimmt hat der völlig missverstandene junge Mann seine Lektion gelernt. Falls dem nicht so sein sollte, ist es auch nicht weiter tragisch: Mit der Tat leben muss ja eh nur das Opfer. Und Zynikern sei ins Stammbuch geschrieben, dass Knast keine Lösung ist! Wir müssen jenen, die vom Raubtierkapitalismus an den Rand der Gesellschaft und zur Verzweiflung gedrängt wurden die Hände reichen und ihnen eine zweite, dritte, vierte Chance geben. Und wenn es nur die ist, beim nächsten Mal nicht erwischt zu werden ...

  • eBook-Projekt für Amazons Kindle

    Werte Leser: Ich entschuldige mich dafür, diesen Blog etwas vernachlässigt zu haben. Einer der Gründe hierfür ist, dass ich momentan an einem neuen eBook, das exklusive für den Kindle erscheinen wird, schreibe. Der finale Titel steht noch nicht fest. Fix hingegen ist, dass es ein üppiger Band mit über einem Dutzend Filmkritiken zu weniger gelungenen Science-Fiction-Filmen wird, der zu einem äußerst niedrigen Preis hoffentlich viele Leser finden wird. Sobald das eBook erschienen ist (als Termin wird Jänner 2012 anvisiert), werde ich kurz darüber berichten.

  • Terroristen vereitelten Staatsbesuch: Afghanisches Volk am Boden zerstört!

    Monatelang haben fleißige Afghanen jedes Staubkörnchen von den Straßen gefegt, kleine Kindermäulchen Luftballons aufgeblasen und an die Häuserwände neben die "Welcome!"-Plakate gehängt und tadellos verschleierte Frauen zur Begrüßung das Volksgericht gekocht: Schwarzer Afghane in Falafel. Doch dann der Schock: Der sehnsüchtig erwartete Gast würde nicht kommen! Schmerzlicherweise erwischte es ausgerechnet den deutschen Bundespräsidenten, der wie die Thomas-Gottschalk-Postille "Spiegel" mitteilte, einen für Mitte September geplanten Besuch absagen musste.

    Deutsche Behörden fürchteten, dass der Präsident durch die Kämpfe im Herzen Kabuls gefährdet sein oder die Visite bei Karzai platzen könnte. Tatsächlich zogen sich die Gefechte in der afghanischen Hauptstadt bis in den Morgen des nächsten Tages, für den die Ankunft Wulffs geplant war.

    Mit diesen "Attacken", wie die Angriffe im Wilder-Westen-Stil fruchtig blumerant umschrieben werden, vereitelten Terroristen den hohen Besuch aus dem afghanischen Bruderstaat Deutschland. Tausende ausländische Soldaten ließen und lassen sich davon jedoch nicht beeindrucken und sichern auch weiterhin den Frieden im demokratischen Hinterland der Republik. Für das Volk stellt der abgesagte Besuch aber einen schweren Schlag dar, bildeten die Vorbereitungen doch eine der wenigen Freizeitaktivitäten in dem von der Weltwirtschaftskrise weitgehend verschont gebliebenen Staat.

    Es gibt aber auch positive Nachrichten zu vermelden: Gemäß US-Präsident Barack Obama steht das Ende der Terrororganisation Al-Kaida unmittelbar bevor.

    „Nachdem bei Osama bin Laden und vielen anderen El-Kaida-Führungsmitgliedern für Gerechtigkeit gesorgt wurde, stehen wir so nah wie zuvor davor, El Kaida und ihrem mörderischen Netzwerk eine Niederlage zu bereiten“, teilte Obama am Freitag zum zehnten Jahrestag des Beginns des Afghanistan-Einsatzes mit.

    Wie aus gut informierten Kreisen durchsickerte, soll es bereits am Dienstag so weit sein und die Al-Kaida ihre Niederlage eingestehen. Die Parteimitglieder werden, so die Annahme, ihre Waffen abgeben und sich in der boomenden Wirtschaft des Landes Arbeit suchen, was angesichts ihrer meist hervorragenden Ausbildungen kein Problem darstellen sollte. Insbesondere Piloten werden händeringend gesucht.

  • 50 Jahre Mauerbau: Es war nicht alles schlecht!

    Unbequeme Wahrheiten müssen oftmals von Außenstehenden geäußert werden. Als Österreicher sehe ich es als meine Pflicht an, die teils völlig verzerrte Sichtweise auf den Antifa-Mauerbau vor 50 Jahren ins rechte, pardon: linke Licht zu rücken. Während viele Linke immer noch darüber debattieren, ob die Mauer, die das Arbeiterparadies bedauerlicherweise nicht einmal drei Jahrzehnte lang vom menschenverachtenden Fascho-Kapitalismus der US-Vasallen des Westens beschützen konnte, völkerrechtlich gedeckt war, muss man eines ganz klar attestieren: Die Mauer war die herausragendste ökonomische Leistung der DDR-Granden!

    Fast dreißig Jahre lang beschäftigten die Errichtung sowie unablässige Ausbauten viele tausend Fach- und Hilfsarbeiter. Wenn Rechtspopulisten und verwirrte Linke ausschließlich negative Konnotationen mit der zweitberühmtesten Mauer der Weltgeschichte herstellen, zeugt dies natürlich von grenzenloser Verlogenheit. Gewiss: Im Laufe der Jahrzehnte kam es zu einigen tragischen Unfällen, aber stellt dies das großartige Monument in Frage? Ebenso gut könnte man debattieren ob es zulässig ist, in Mitteleuropa Häuser zu errichten, da man um die grauenhafte geschichtliche Vorbelastung wisse.

    Die unbequeme Wahrheit ist: Der Mauerbau sicherte die Existenz vieler tausend fleißiger Arbeiter und erweckte auf Grund seiner schieren Imposanz den Neid der weitaus phantasieloseren Kapitalismussklaven des ehemaligen Westens. Mit dem mutwilligen Abriss des großartigen Bauwerks wurde das Wahrzeichen eines moralisch und wirtschaftlich überlegenen Systems zerstört, das durch aggressive Manipulation gestürzt wurde. Die Arbeit so vieler freier Bürger, auf die sie zu Recht stolz sein durften, fiel dem amerikanischen Imperialismus zum Opfer, und mehr noch: Sie wurde und wird diskreditiert! Dieser empörenden Umdeutung der Wahrheit wollen wir mit einer Schweigeminute gedenken: Geliebter Schutzwall wider das Böse, wir werden dich nie vergessen und in unseren Köpfen und Herzen wirst du ewig bestehen.

  • L(i)ebenswerteste Partei Österreichs gegründet

    Als aufrechter, pardon: auflinker Demokrat, Verteidiger des Staates und glühender Patriot des Planeten Erde, erachte ich Parteineugründungen als essenziell für den Fortbestand einer vitalen Demokratie. Zyniker mögen einwenden, dass es ohnehin egal sei, wer an den Schalthebeln der Macht sitze und das Volk ausplündert. Als visuell ausgerichteter Mensch mit dem Blick für das Schöne, erfreut es mich zu wissen, wenn ein Stimmzettel mehrere Auswahlmöglichkeiten bietet. In Kärnten wurde nunmehr eine neue Partei gegründet: Die "Lebenswerte Partei Österreichs", kurz: LPÖ. Der Webauftritt der LPÖ erfreut mit Schlichtheit und dem offenen Bekenntnis zur unterdrückten Farbe Lila.

    Laut Pressemappe setzt sich die LPÖ "für ein wirtschaftlich erfolgreiches, soziales Österreich" ein, was ich natürlich gleichfalls befürworte. Es wäre auch ausnehmend schwierig, sich für Asozialität zu engagieren. Parteigründerin Christa Köfler setzt sich außerdem für Familien, erschwingliche Lebensmittelpreise, Behinderte und gerechte Einkommen ein.

    Und vielleicht liegt hier die Crux an der bunten Sache: Welche Partei setzt sich nicht dafür ein?

Über mich

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starca

Neben meinem reichlich unspektakulären Brotberuf versüße ich mir das Leben mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. DIe meisten davon wurden inzwischen veröffentlicht, etliche davon in eigenen Erzählbänden, die unter anderem auf Amazon zu beziehen sind.
Einen Überblick über mein Schaffen bietet meine Website:
http://www.rainer-innreiter.at/

Dieses Blog dient lediglich dazu, meine Gedanken, Vorstellungen und Ideen in die weite Welt der Tristesse hinauszutragen. Erleuchtung kann ich leider keine anbieten; hoffentlich aber einige vergnügliche Minuten oder gar Stunden beim Lesen und Stöbern!

Ach ja: Über Feedback freue ich mich immer und beantworte jedes (sinnvolle) Posting! Also dann: Lesebrille aufsetzen, Handy abschalten und ran ans Schmökern!

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