• Aus "Rammstein" wird "Rammelstein"

    Mein Verhältnis zur Musik ist schlicht umschrieben: Was mir gefällt, höre ich mir gerne an. Deshalb tummeln sich auf meinem iPod neben den "Beatles" Stücke von Beethoven, geben sich "Alan Parson's Project" ebenso die Ehre wie "Sweet", und "Ram Jam" lümmeln neben "Rammstein".
    Mein erster Kontakt mit der deutschen Band war, wie wohl bei vielen ganz ähnlich, der Hit "Du riechst so gut". Deutscher Metal-Pop auf MTV? Bizarr!

    Von Anfang an eckten "Rammstein" bei Sittenwächtern, Kämpfern gegen Rechts und anderen überaus nützlichen Gesellschaftsvertretern an. Deutsche Texte, die sich oftmals um Gewalt drehten, und dazu noch das rollende "R" von Till Lindemann - klarer Fall: Rechtsradikale Faschistennazis!
    Zum Entsetzen der Entsetzten avancierten "Rammstein" aber zum bekanntesten musikalischen Exportartikel Deutschlands seit "Kraftwerk". Eine harte Toleranzprobe für den politisch korrekten deutschen Michel, der in steter Sorge darüber wacht, etwaige Vierte, Fünfte oder Sechste Reiche zu verhindern.

    All jenen Besorgten sei ins Tagebuch geschrieben: Ihr könnt aufatmen! "Rammstein" haben sich quasi freiwillig in Harmlosigkeit aufgelöst. Paradoxerweise landet dennoch ausgerechnet ihr neues Album "Liebe Ist Für Alle Da" - "Tralali-tralala" wäre ein passender Untertitel - auf dem Index. Die Vorwürfe der zuständigen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen: "Jugendgefährdende Darstellungen" (ein Klassiker) auf dem Cover und der Track "Pussy" animiere zu "ungeschütztem Geschlechtsverkehr in Zeiten von AIDS". Nachdem die gute Frau nicht weniger als sieben Kinder zur Welt brachte, darf man wohl ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass sie das eine oder andere Mal gleichfalls ungeschlechtlichen Schutzverkehr hatte.

    Doch was ist denn nun von den Texten zu halten, die offenbar schrecklich jugendgefährdend sind? Ich darf aus dem Song "Ich tu dir weh" zitieren:

    Bei dir hab ich die Wahl der Qual
    Stacheldraht im Harnkanal
    [...]
    Wünsch dir was, ich sag nicht nein
    Und führ die Nagetiere ein

    Falls ihr beim Lesen der Textstelle gelacht habt, kann ich euch das nicht verdenken: Anscheinend kehren "Rammstein" in ihr popmusikalisches Pubertätsstadium zurück, verabschieden sich von halbwegs ernsthafter Metal-Musik und gehen auf Nummer sicher. Denn: Derlei rührende Kinderreime ziehen immer. Das haben schon die "Ärzte" vor zig Jahren kapiert, als sie "Männer sind Schweine" musikalisch kultivierten und einen Hit ernteten, der bei genauer Betrachtung Diarrhöe verursachte.

    Wird nun aus "Rammstein" "Rammelstein"? Handelt es sich bei der Indizierung gar um eine Verschwörung zur Steigerung der Plattenverkäufe? Wird DJ Ötzi demnächst mit seinen Interpretationen von Jacques-Brel-Chansons für Furore sorgen?
    Ich kann dazu nur eines sagen: Die Einfuhr von Nagetieren sollte Fachleuten überlassen werden.

  • Neuer Spitzenreiter auf der Roten Liste gefährdeter Arten

    Alljährlich wird sie präsentiert, und ebenso alljährlich sorgt sie für Schlagzeilen und betrübte Gesichter engagierter Naturschützer. Heuer traf es uns besonders bitter, gibt es doch auf der Liste einen neuen Spitzenreiter, der Blauwale und Säbelzahntiger von den vorderen Plätzen verdrängt hat und dessen Verlust wir als Menschheit unmöglich verkraften könnten.

    In freier Wildbahn sind sie praktisch gar nicht mehr anzutreffen, und selbst an ihren Brutplätzen in Spanien so gut wie ausgestorben. Einst in ganz Europa verbreitet, schrumpfte ihre Population auf eine Zahl zusammen, die das Aussterben zur traurigen Gewissheit macht. Vorbei die Zeiten, als man sie noch mit freiem Auge bei ihrem faszinierenden Balzverhalten oder ihrem auf Menschen etwas befremdlich wirkenden sozialen Gebärden beobachten könnte.

    Liebe Naturschützer, wir müssen es uns eingestehen: Die Deutschen sterben aus! Sie wollen oder können sich nicht mehr in ausreichender Menge fortpflanzen, sodass wir heute vor den erbarmungswürdigen Resten ihrer eins stolzen Population stehen.
    Wir alle wollten die Schlagzeilen nicht wahrhaben, die verkündeten: „Deutsche sterben aus“. Wie auch? Viel zu lange haben wir es als selbstverständlich hingenommen, sie überall anzutreffen.
    Selbst in der Antarktis konnte man sicher sein, dass irgendwo zwischen geistig verwirrten Pinguin-Rudeln ein Deutscher auftauchte und einen fragte, ob man ihn denn fotografieren könne und ob man aus Stuttgart komme.

    Aus, vorbei. Und wie es meistens der Fall ist, war der Niedergang schleichend und wiegte uns in trügerische Sicherheit. Noch vor wenigen Jahrzehnten erstreckte sich ihr Lebensraum über fast ganz Europa; bis nach Russland und Afrika stießen sie auf ihren ausgedehnten Wanderungen vor. Selbst schießwütige amerikanische Cowboys konnten ihren Bestand nicht gefährden.

    Und jetzt das. Woran der rätselhafte Rückgang der Art liegen mag, ist umstrittener Punkt zahlloser Spekulationen. Manche, wie Al Gore, sehen die Ursachen im Klimawandel. Andere wiederum glauben, es liege am drastischen Rückgang des Äthanols, der die Weibchen den Männchen nicht attraktiv genug erscheinen lässt, um sie zu begatten.
    Daneben existieren einige exotische Theorien, die man eher ins Reich der Fabeln verweisen kann, wie etwa Rückgang der Zeugungsfähigkeit auf Grund der Handystrahlung.

    Eine interessante, heftig umstrittene Hypothese stellte erst kürzlich ein englischer Wissenschaftler auf. Sein Zugang zur Problematik ist reichlich ungewöhnlich. Demnach hängt das Aussterben der Deutschen mit ihrem staatenbildenden – ähnlich dem Verhalten der Ameisen oder Bienen – Grundwesen zusammen. Traditionell ist die Art darauf konditioniert, ihr Leben dem Staatswesen unterzuordnen und praktisch die ganzen Früchte seiner Arbeit diesem abzugeben, um dem Gemeinwohl zu dienen.
    Der umstrittenen These nach führten soziale Spannungen dazu, dass dieses ungemein kluge System kollabierte, da den meisten Individuen kaum noch genug Früchte verbleiben, um eine eigene Kolonie zu gründen. Als Folge davon wird immer weniger Nachwuchs gezeugt.

    Ob diese Theorie im Einzelnen stimmen mag oder nicht: Wir werden sie vermissen, die fleißigen Deutschen. Sie, und ihre süßen Früchte, die sie einst in die ganze Welt trugen.

  • Hungern gegen den Hunger

    Der Generalsekretär der UNO - einer der unnötigsten Organisationen zur Versorgung von Bürokraten mit wohlbezahlten Posten - Ban Ki Moon hielt gemeinsam mit dem Generaldirektor der UNO für Ernährung und Landwirtschaft einen 24-stündigen Hungerstreik. Hintergrund der Aktion: Man wollte auf die Hungernden der Welt hinweisen.
    Ein edler Schritt, denn tatsächlich habe ich verwöhntes, weißes Stück Männerdreck noch nie von dieser Problematik gehört. Deshalb finde ich es toll, dass mich gleich zwei dermaßen hochrangige Häupter darauf aufmerksam machten.

    Und man werfe mir bloß keinen Zynismus vor: Bis zum Einmarsch der Alliierten im Irak hatte ich schließlich auch keine Ahnung von den Folgen eines Krieges. Furchtbar, was da geschah! Beeindruckend, wie es die USA und die Allianz der Billigen schafften, mir die Augen zu öffnen - vielen Dank!

    Die gute Nachricht dieser beispielhaften Aktion lautet: Das Problem kann bekämpft werden!

    Die Hilfsorganisation Oxfam Deutschland forderte von dem Gipfel „einen Neubeginn in der Hungerbekämpfung“. Um den Hunger – wie einst in den Millenniumszielen geplant – zu halbieren, sei „bis Mitte 2010 ein Rettungspaket von mindestens 40 Milliarden US-Dollar (rund 27 Milliarden Euro) jährlich“ notwendig, wie die Organisation am Sonntag mitteilte. Auch die UN sehen einen Finanzierungsbedarf von 25 bis 40 Milliarden US-Dollar.

    Mensch, warum ist da bloß vorher keiner drauf gekommen? Einfach tonnenweise Geld nach Afrika schicken und schon muss niemand mehr hungern. Ein Patentrezept! Man denke nur an den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Rechtsradikalismus, Kindesmissbrauch, etc. etc. Erfolgsgeschichten ohne Ende - wieso sollte sich das nicht in Afrika wiederholen lassen?

    Demnächst im Affentheater Ihres Vertrauens:
    - Kotzen gegen Bulimie
    - Ferkel schlachten gegen Tierquälerei
    - Ammoniak saufen gegen Amokläufe

    Ich hoffe, Sie sind alle mit dabei!

  • Versagen wird belohnt, Fleiß bestraft: Beispiel ORF

    Der ORF (O steht für "Oesterreich", nicht für "Ostmärkisch") ist seit Jahren eines der Paradeunternehmen dafür, was in unserem System falsch läuft. Ungeniert werden Posten nach Gutdünken der Parteien besetzt, anstatt nach Fähigkeiten, dafür die beiden Großparteien sanft umschnurrt und liebevoll getätschelt, und diese wiederum lassen sich den Liebesdienst einiges kosten: 160 Millionen Euro extra für den ORF.

    160 Millionen Euro verspricht die Koalition dem ORF über die nächsten vier Jahre.

    Bemerkenswert? Nicht aus finanzieller Sicht: Was sind schon 160 lumpige Millionen! Immerhin handelt es sich dabei ohnehin nur um Steuergeld.
    Interessanter finde ich, wie sich in diesem lapidaren Beitrag zur Unterstützung eines maroden Unternehmens das ganze gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Dilemma der Neuzeit widerspiegelt. Jene, die ehrlich, fleißig, effizient und innovativ sind werden durch ungeheure Abgabequoten und bürokratische Schindereien bestraft. Im Gegensatz dazu belohnt das System die völlig Verantwortungslosen und Unfähigen.

    Dabei muss man gar nicht in dermaßen großen Dimensionen denken und rechnen. Man werfe einen Blick auf unsere Gesellschaft: Als asozial gelten diejenigen, die mit ihrem Fleiß, Können und ihren Ideen etwas aufgebaut haben. Ihnen gilt die ganze Verachtung, weil sie ein teureres Auto fahren, als jene, deren Sozialhilfen sie mit ihren Steuern überhaupt erst ermöglichen.
    Jemand, der kühne Visionen oder ehrgeizige Projekte hegt, gilt als arroganter Arsch, der hoffentlich auf die Nase fallen möge.

    Nicht der Kapitalismus ist am Ende, sondern dieses ganze verkrustete, komplett wahnsinnige System, das die Fleißigen und Anständigen aussaugt, bis nur noch leere Hüllen übrigbleiben.

  • "Mitten im Leben" - RTL präsentiert uns das wahre Leben

    In der knallhart recherchierten Doku-Serie „Mitten im Leben“ verfolgt RTL die Beziehungsschwierigkeiten zwischen Markus (40), von Beruf Friedhofsgärtner, und Susanne (37), hauptberuflich Sozialhilfeempfängerin.

    Gleich zu Beginn erhält der Zuseher einen ungeschönten Einblick in das Beziehungsdrama:

    Während sich der Friedhofsgärtner abrackert, liegt Susanne lieber auf der faulen Haut.
    Hm … das mit der „faulen Haut“ könnte man angesichts von Markus Profession leicht missverstehen …

    Aber weiter im Text: Markus fühlt sich unglücklich, weil er der Alleinverdiener im gemeinsamen Haushalt ist, während Susanne weder arbeiten geht, noch den Haushalt führt. Wozu auch?

    Warum soll ich einen Job suchen? Ich kriege sowieso bald ein Kind von dir.

    Diese Aussage erstaunt Markus, der offenbar von Susannes Plänen noch nichts wusste:
    "Du kriegst ein Kind von mir?", fragt er seine Freundin, die mit einem klaren „Ja!“ antwortet.

    Markus durchschaut ihre Absichten jedoch:

    Ich glaube, Susanne will ein Kind, damit ich sie nicht verlasse.

    Wütend verlässt Markus daraufhin die Wohnung. „Nüchtern“, wie er betont. Und schlimmer noch: Nicht einmal ein Essen hat er mitbekommen! Dabei bekommen, wie Markus seinem Neffen später an der Hähnchenbude klagt, sogar die Katzen ein Essen.

    Derweil spielt Susanne am PC, legt sich hernach aufs Sofa und guckt ihre Lieblingsserie im Fernsehen. Aber nicht lange, denn plötzlich klingelt es an der Tür: Susannes Schwester Heike kommt zufälligerweise vorbei und macht das, was Schwestern am Besten können: Meckern und Schwesterchen als „Schlampe“ bezeichnen.
    Im Stiegenhaus läuft Heike einem zufälligerweise anwesenden Kamerateam über den Weg und beschwert sich über Susannes „unterstes Niveau“, weil: „Ich bin da ganz anders!“

    Später kommt Markus nach Hause und ist schockiert: Die Küche „sieht aus wie Saustall“, kein Essen auf dem Tisch und Susanne hat die Pille abgesetzt! Offenbar ist der Friedhofsgärtner nebenher auch noch medial begabter Gynäkologe, denn wie er zu diesem Schluss gerät, bleibt ein Rätsel.

    Freundin faul, arbeitslos, hängt nur rum, macht kein Essen, sorgt sich nicht um den Haushalt: Das ist sogar Markus zu viel! Das freundliche Angebot Susannes: „Dann hau doch ab!“, nimmt er gerne an. Ihren Nachsatz: „Wo gehst’n hin?“ ignoriert er jedoch.
    Markus, so viel darf verraten werden, flüchtet zu Heike, die das exakte Gegenteil von Susanne ist und zufälligerweise ohnehin gerade gekocht hat … wahrscheinlich hat sie ein Kamerateam zum Essen erwartet.

    Heike ist über Susannes Verhalten fassungslos, da ihrer Meinung nach Markus das Beste sei, was ihrer Schwester hätte passieren können. Wow! Wenn ich gewusst hätte, dass Friedhofsgärtner dermaßen begehrt bei den Frauen sind …
    Könnte es deshalb sein, dass Heike das eine oder andere Auge auf Markus geworfen hat? Laut Off-Kommentar hat Susanne Angst, ihren Freund an die „schlankere“ Schwester zu verlieren.

    Kurz darauf merkt Markus schelmisch an, er habe eventuell die falsche der Beiden zur Freundin genommen … Hui! Es prickelt! Hoffentlich bleibt es jugendfrei.

    Während Markus einen herzhaften Salat vorgesetzt bekommt, kocht Susanne. Allerdings nicht das Essen, sondern vor Wut. Klarerweise hagelt es scharfe Vorwürfe, als Markus wieder nach Hause kommt: „Warst du mit ihr im Bett? Nach Essen riechst du auch!“
    Äh, ja ... logisch …

    Jedenfalls findet Susanne das Verhalten ihres Freundes unter jedem „Niwö“ (Plural von „Niveau“) und schüttet ihren Liebeskummer bei einer Freundin aus, die ihr rät, es dem fiesen Markus mit gleicher Münze heimzuzahlen. Wie es der Zufall will, kommt der gut aussehende Dennis des Weges, den Susanne nach allen Regeln der Kunst anbrät: Sie lobt seinen tollen Arsch und versetzt ihm einen sanften Klaps.
    „Ich find dich voll süß. Hast du schon ‚ne Freundin?“, fragt die flirterfahrene Susanne.

    Am nächsten Tag brechen alle Dämme der Leidenschaft: Beim Fußballspiel im Park, bei dem zufälligerweise neben Susanne und Dennis auch Markus anwesend ist, umarmen sich Susanne und Dennis zärtlich. Irgendwann kapiert auch Markus, dass da was nicht stimmt, und er nimmt sich Susanne zur Brust: „Du bist da am Herumflirten!“
    Da Susanne dies gar nicht abstreitet, verlässt der gekränkte Markus in einer Jacke mit dem RTL-Logo das Spielfeld.
    Er ruft Heike an und bittet sie, mit Susanne zu reden, die offenbar glaubt, Markus und ihre Schwester hätten eine Affäre. Doch Susanne lässt nicht mit sich reden und fährt nach Hause. Markus möchte mit ihr in Ruhe noch einmal über alles reden. Also ganz alleine mit ihr und dem Kamerateam.

    Was nun folgt ist an Dramatik selbst von Hollywood nur schwer zu überbieten: Markus kann die Wohnungstür nicht aufsperren, weil auf der anderen Seite des Schlosses der Schlüssel steckt. Glaubt Markus, dass es sich nur um ein Versehen handelt? Jedenfalls bittet er Susanne, den Schlüssel abzuziehen, damit er seinen Schlüssel reinstecken und die Tür aufsperren könne. Doch Susanne und das Kamerateam bleiben hart und lassen Markus nicht in die Wohnung.

    Gekränkt verlässt der Friedhofsgärtner das Haus und fährt zu Heike: „Vielleicht kann ich bei ihr pennen.“
    Ich bin gespannt, ob das klappt: Bei mir hat der Trick jedenfalls nie geklappt …

    Das darf doch nicht wahr sein: Es hat geklappt! Was hat der Mann, was ich nicht habe?

    Während Markus auf Heikes Couch pennt, ist auch Susanne über Nacht alleine, und: „Die Katzen waren ihr auch kein Trost.“
    Dabei fällt mir auf, dass die Katze auf ihrem Schoß permanent die Zunge rausstreckt. Was will uns die Mieze damit sagen?

    Jedenfalls ist Susanne ohne Markus unglücklich. Doch da: Es klingelt an der Tür! Wer wird es wohl sein? Auf Grund der bislang eingeführten Protagonisten tippe ich auf Markus oder Heike. Es ist Heike, die Susanne mitteilt, dass sie schon vor der Tür stehe. Trotzdem fragt Susanne: „Wer ist da?“.
    Sehr clever! Man hört ja oft von Verbrechern, die an fremden Türen anläuten und die Stimmen von Familienmitgliedern täuschend echt nachahmen.

    Es ist aber doch Heike, die Susanne ins Gewissen redet: „Du hast Pech mit Männern gehabt und wenig Selbstvertrauen.“
    Ein Satz, der sich nicht ganz mit dem deckt, was zuvor zu sehen gewesen war.

    Susanne entgegnet auf Heikes Schwur, dass sie nichts mit Markus habe: „Warum schläft er bei dir und isst bei dir?“
    Hm. Eine schwierige Frage, Watson … vielleicht, weil er aus der Wohnung geschmissen wurde und Susanne nie was für ihn gekocht hat? Ist aber nur eine erste, vage Vermutung.

    Heike meint deshalb, sie wolle Susanne zeigen, wie man lecker koche, und dann könnten sie Markus überraschen: „Wir überraschen den mit Kerzen und machen es romantisch, lecker essen, und so …“
    Äh … Leser unter 18 Jahren mögen jetzt vorsichtshalber bitte das große Kreuz oben rechts anklicken. Danke.

    Danach geht es in den Supermarkt, wo Heike ihre Schwester ermahnt, nicht so laut zu sprechen, da sie doch „jeder höre“. Glücklicherweise sind die Beiden jedoch zufälligerweise die einzigen Kunden im Supermarkt.
    Beim Kochen darf sich Susanne an der Königsklasse gehobener Küchenkunst probieren: Dem Schneiden der Paprikaschote. Hernach „schmeißt sie sich in Schale“ und drapiert Kerzenlichter in Herzchenform, welche sie mit einem romantischen Pistolenfeuerzeug entfacht.

    Doch wird das Projekt „Beziehungskittung“ gelingen? Markus ist beim Eintreffen in der Wohnung jedenfalls total überrascht: „Du siehst ja richtig schön aus!“
    Angesichts dessen, dass Susanne exakt so wie immer aussieht, eine interessante Feststellung.

    Beim romantischen Essen beruhigt Markus seine Susanne: „Ich werde niemals eine Affäre mit Heike haben, weil die Heike nicht mein Typ ist.“
    Damit sollte Susanne endlich völlig beruhigt sein …

    Die Folge endet mit einem Kuss der Beiden und dem bedeutungsschwangeren Off-Kommentar: „Wer weiß: Vielleicht ist ja schon bald bei ihnen Nachwuchs unterwegs.“

    Falls ja, werden wir bestimmt auch dies ausführlich dokumentiert sehen ...

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