Der rumänische Gesundheitsminister Attila Czeke plant ab 1. März eine Abgabe auf "ungesunde" Lebensmittel.

"Ungesundes Essen treibt die Zahl der Todesfälle und die Gesundheitskosten in die Höhe, es mindert die Produktivität, beeinträchtigt die Lebensqualität und verringert die Lebenserwartung."

Eine bereits auf den ersten Blick absurde Argumentation: Wenn zB Fast Food die Lebensqualität beeinträchtige, warum ist es dann so beliebt? Und Punkto Lebenserwartung haben wir es mit einem unausrottbarem Mythos zu tun: Wenn wir doch angeblich so ungesund lebten und unsere Vorfahren sich weitaus bewusster und gesünder ernährten, warum steigt die Lebenserwartung in den industrialisierten Ländern seit Jahrzehnten?

Davon abgesehen zeugt diese Art der "Volkserziehung" ohnehin von Verachtung für individuelle Freiheit. Ein freier Bürger muss selber entscheiden dürfen, welche Substanzen er seinem Körper zuführt. Darf er aber nicht - ergo handelt es sich auch beim "freien und mündigen" Bürger um einen abstrusen Mythos.

Und selbst wenn Pommes, Chips oder BigMäcs tatsächlich für Verfettung und ein früheres Ableben verantwortlich sein sollten: Was ist dann der nächste logische Schritt der Entmündigung? Tempo 10 auf Autobahnen? Verbot des Besteigens von Leitern?
Unablässig faseln Politiker - gleich welcher Coleur - davon, dass der Bürger Verantwortung übernehmen solle. Nur: Welche Verantwortung soll das sein? Es ist das reine Funktionieren, um dem längst maroden System noch dienen zu können. Die Lebensqualität des Einzelnen spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist, möglichst viel Steuervieh zu züchten, das möglichst lange produktiv sein soll, um zwecks "Umverteilung" abgezockt werden zu können.

Ah, aber hier geht es ja um die "Gesundheit" und gegen die bösen, bösen Fast-Food-Anbieter, die bekanntermaßen ihre Klientel zum Konsum ihrer Güter zwingt!

Aber was verstehe ich dämliches Steuervieh schon davon ...