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Archiv der Einträge: Februar, 2010
  • Schließung des Blogs

    Liebe Blogleser,
    ich habe mich dazu entschlossen, das Blog demnächst zu schließen. Ausschlaggebend für diesen Schritt sind 2 Gründe: Zum einen der hohe Zeitaufwand, zum anderen scheinen meine Artikel auf großes Missverständnis gestoßen zu sein.

    Ich bedanke mich fürs Lesen und möchte darauf hinweisen, dass ich noch 2 weitere Blogs führe sowie eine Website.

  • Was bei der Hartz-IV-Debatte verschwiegen wird

    Welche Tabus existieren in der heutigen Gesellschaft eigentlich noch? Nicht mehr viele. Noch 20 Jahren konnte man als Prominenter mit einem Outing für helle Aufregung sorgen. Heute hat Berlin einen schwulen Bürgermeister, Deutschland einen homosexuellen Außenminister und kein Hahn kräht mehr danach. Trotzdem: Es gibt sie noch, jene Tabuthemen, an denen man sich zumindest in Deutschland sofort die Finger verbrennt. Die Nazi-Zeit etwa gehört dazu, über die ausschließlich Linke diskutieren dürfen, ohne in Verdacht zu geraten, rechtsradikal zu sein wie beispielsweise Eva Herman, die skandalöserweise Worte wie "Autobahn" oder "Familien" benutzte.

    Ein zeitnäheres Tabu stellt der so genannte Sozialstaat dar, dessen Aufgabe im Wesentlichen darin besteht, Leistungsträger für ihre unverschämte Anmaßung durch hohe Besteuerung zu bestrafen und jene, die tatsächlich oder vorgeblich arm sind dergestalt zu alimentieren, dass diese weder Anreiz, noch Möglichkeit erhalten, jemals wieder ein eigenständiges Leben zu führen.
    Jede leise Kritik an diesem leistungsfeindlichen, jegliche Motivation und Innovation abwürgenden System ist zum Niederbrüllen verurteilt.

    Nehmen wir nur die erneut entflammte Hartz-IV-Debatte her, ausgelöst durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Neuberechung der Hartz-IV-Sätze, nachdem eine Familie geklagt hatte, dass sie zu wenig Geld erhalte.

    Bild stattete besagter Familie einen Besuch ab.

    Der fundamentale Irrtum wird in folgendem schlichten Satz eingefangen:

    Die Familie aus Dortmund muss von Hartz IV leben

    Was nach einem grausamen Schicksalsschlag wie eine schwere Krankheit oder eine Naturkatastrophe klingt, ist in Wahrheit ein ungeheures Geschenk. Es müsste natürlich lauten: "... darf von Hartz IV leben."

    Meine Leser mögen mit ihrer Empörung noch hinterm Berg halten, da ich diesen kleinen, aber feinen Unterschied gleich eingehender erklären werde. Zuvor möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen:

    Das einzige Neu-Gerät im Haushalt ist ein Flachbildschirm. Die Familie stottert ihn mit 20-Euro-Raten ab. [...] „Einen billigeren Fernseher haben wir nicht auf Raten bekommen“

    Vielleicht bin ich ja wirklich kaltherzig. Aber dass ein Fernseher existenziell notwendig ist, war mir bislang jedenfalls nicht bewusst. Davon abgesehen: Hätte es nicht ein älteres Röhrengerät auch getan? Noch dazu fallen bei Ratenzahlungen Zinsen an, was den Fernseher natürlich zusätzlich verteuert und somit ein seltsam widersinniges Verhalten darstellt.

    Familie [...] hat einen Hund, einen Nymphensittich, zwei Kaninchen. Den Hund und den Vogel schafften sie vor Hartz IV an, die Kaninchen bekam die Familie geschenkt

    Macht in Summe vier (!) Haustiere. Einen Bildklick weiter heißt es:

    Mutter [...] kauft beim Discounter: Im Angebot 500 Gramm Hack für 20 Cent

    Ja, und? Was genau ist daran erwähnenswert? Die meisten Leute kaufen ihre Lebensmittel nicht im Feinkostladen, sondern bei "Spar", "Aldi" & Co. Interessanter wäre doch die Frage, wovon die Haustiere ernährt werden.

    Ein Besuch im Spaßbad kostet 17 Euro – für 2 Stunden. Länger bleiben? Nicht drin.
    Tobias hat eine Lernschwäche. Nachhilfe? Nicht drin. Der Sportverein für Tobias kostet monatlich 8,50 Euro. Dazu die Kosten für Fußballschuhe. Ohne Verein, fürchten die Eltern, würde Tobi Freunde verlieren. [...] Die Eltern plagen mittlerweile andere Sorgen: Ob ihr 16 Jahre alter Opel (für 400 Euro gebraucht gekauft) durch den TÜV kommt?

    Um eine klarzustellen: Ich sympathisiere mit dieser Familie durchaus, vor allem mit den Kindern, und wünsche ihnen alles Gute.

    Dennoch muss ich eines festhalten, das zum eigentlichen Kern dieses Artikel führt: Steuergeld ist kein vom Himmel gefallenes Geschenk, das lediglich gerecht verteilt werden muss - Steuergelder stellen Ressourcen dar, die anderen Menschen schlichtweg entzogen wurden. Das Anrecht auf Alimentierung durch den Staat besteht natürlich, ändert jedoch nichts an der Tatsache daran, dass jenes Geld vor allem Arbeitnehmern gestohlen wird, um es "gerecht" verteilen zu können.
    Sprich: Um X den Ankauf von Tierfutter oder einem neuen Fernseher zu ermöglichen, werden Y höhere Steuern oder sonstige Abgaben verrechnet.

    Denn: Der "Sozialstaat" stellt das Pedant zu einer Gleichung dar. Wenn die Zahlen auf der einen Seite größer werden, müssen jene auf der Gegenseite logischerweise folgen.

    Doch auf diesen Umstand darf man vor allem in Mitteleuropa natürlich nicht hinweisen, ohne als kaltherziger Rechtspopulist zu gelten, der die armen Armen am liebsten auf der Straße erfrieren und verhungern sehen würde.
    Lieber nehmen wir es in Kauf, wenn viele Arbeitnehmer in Verhältnissen leben, die denen von "Hartz 4"-Empfängern ähneln. Doch während die Putzfrau ums Eck oder der Regaleinräumer im Supermarkt kein "Anrecht" auf einen Flachbildfernseher, Haustiere und andere Annehmlichkeiten besitzt, werden diese willkürlich den "sozial Bedürftigen" zugesprochen.

    Läuft da nicht irgendetwas völlig verkehrt? Meiner Ansicht nach: Ja! Und zwar so gut wie alles. Anstatt eine Masse von Abgezockten einerseits und Alimentierten andererseits bewusst heranzuzüchten, müsste der Staat all jene Leistungshürden ersatzlos streichen, die zu jener grotesken Situation, in der wir uns befinden, überhaupt erst führen.
    Leistung muss belohnt werden, indem man sie nicht länger bestraft.
    Menschen müssen zu Unternehmertum und Erfindungsgeist motiviert werden, indem man sie nicht länger durch eine völlig wahnsinnige Bürokratie zermürbt.

    Ach, aber das ist natürlich alles rechtspopulistischer und menschenverachtender Mist! Schließlich hat sich das bisherige System doch so toll bewährt, oder? Und wenn dann der Staatsbankrott mit weiterer massiver Verarmung folgt, hat natürlich der böse und menschenverachtende Kapitalismus versagt. Alles klar ...

  • Leben zu anstrengend? Werdet fett!

    Das Leben kann eine Mühsal sein. Vor allem dann, wenn man zu jenen Bescheuerten zählt, die gering entlohnte Arbeiten verrichten. Gering entlohnt vor allem deshalb, weil Papa Staat einen großen Happen des Verdienstes abbeißt, um ihn besseren Zwecken zuzuführen, als dem unethischen Erwerb kapitalistischer Massenprodukte. Dennoch zweifeln Angehörige des arbeitenden Lumpenproletariats an ihrer Aufgabe wenn sie gewahr werden, wie ihr selbstverständlich gerechterweise abgezweigtes Steuergeld Zwecken zugute kommt, von denen sie selber nicht profitieren.

    Es kann nicht überraschen, wenn dergestalt immer weniger Menschen noch große Lust verspüren, Drecksarbeit zu verrichten und hierfür gerade genug fürs Überleben zu erhalten. All jenen kann ich nur eines anraten: Werdet fett! Und mit "fett" meine ich nicht das Anfuttern einiger Kilos mehr, sondern monströs und über alle Maße fett! Worauf wartet ihr noch? Tretet Obst und Gemüse sofort in den Mülleimer, leert Mineralwasser und Fruchtsäfte über dem Ausguss aus, stellt euren Heimtrainer vor die Haustür und pappt einen Zettel mit der Aufschrift "zu verschenken" dran. Ab sofort gilt: Gegessen wird nicht bis der Hunger gestillt ist, sondern so lange, bis gekotzt wird.

    Weshalb das Ganze? Nun, beim Lesen des Artikels über den dicksten Mann der Welt fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Das angenehmste und erfüllendste Leben führen monströs Dicke.
    An Arbeit ist bei einer dermaßen gewaltigen Leibesfülle ohnehin nicht mehr zu denken. Und da wir im Westen glücklicherweise in Sozialstaaten leben, die Eigenverantwortung oder Leistung zu Unworten erklärt und aus dem Sprach- und Staatsschatz verbannt haben, müsst ihr keine Sorgen haben zu hungern oder nicht bestens umsorgt zu werden.

    Schluss mit stumpfer Arbeit, mühsamer Körperpflege und ähnlichem: Je mehr ihr wiegt, desto besser! Nehmt euch ein Beispiel an Paul.

    Paul ist zu dick, um zu duschen. Er wird zweimal täglich von Pflegern gewaschen.

    Und ich Trottel schleppe mich mühsam in die Dusche.

    Paul schafft es nicht zur Toilette, muss eine Bettpfanne benutzen

    Beinahe liest sich der Satz so, als würde es sich um etwas Unangenehmes handeln. Dabei erfüllt sich hierbei ein heimlicher Wunschtraum: Nicht aufstehen müssen, wenn die Blase drückt oder der Darm zu explodieren droht, sondern bequem im kuscheligen Bett liegenbleiben und kacken. Wegräumen muss es dann ohnehin ein anderer.

    TV und Playstation: Zur Unterhaltung, Tastatur und Maus liegen auf Pauls Bauch.

    Ich kapituliere endgültig: Das Paradies auf Erden! Den ganzen Tag im Bett liegen, futtern, gewaschen werden, nach Lust und Laune kacken, fernsehen und auf der Playstation daddeln - was könnte verlockender sein?

    Und als Krönung: Essen, worauf man Lust hat!

    Das isst der dickste Mann der Welt zu Mittag:
    • vier große Fischfilets
    • zwei Pasteten
    • 4 in Teig frittierte Würstchen
    • 6 große Portionen Pommes frites
    • Erbsenpüree
    • Currysauce
    • 2 Flaschen Cola

    Während unsereins auf dem Weg zum Supermarkt mit Bildern hungernder Kinder aus Afrika konfrontiert wird oder scheel angeguckt wird, wenn man im Lokal seine Portion nicht aufisst, muss man sich als Dicker kein schlechtes Gewissen machen, nur, weil von der eigenen täglichen Mahlzeit ein halbes Dorf in Äthiopien eine Woche lang mit Essen versorgt werden könnte.

    Man sollte sich deshalb nicht wundern, wenn Kinder nach ihrem Berufsziel gefragt nicht mehr wie früher antworten: "Astronaut", "Tierärztin" oder "Hartz-4-Empfänger wie meine ganze Familie", sondern "Fettsack". Mahlzeit!

  • Wann kommt das Al-Kaida-Rettungspaket?

    Dank großzügiger finanzieller Unterstützung von Politikern wurden Banken, Versicherungen, aber auch Automobilkonzerne vor dem Kollaps gerettet. Vereinzelt sollen zwar Steuergelder geflossen sein, doch der Löwenanteil der Rettungspakete stammte vermutlich aus den Taschen von Obama, Merkel & Co. Dennoch: Die vom grausamen Kapitalismus entfesselte Finanzkrise bedroht mittlerweile sogar einen der wichtigsten Pfeiler der Neuen Weltordnung: Die Al-Kaida. Laut "Forbes" soll Al-Kaida vor dem Bankrott stehen.

    Können wir uns das Ende dieser nicht unumstrittenen Organisation leisten? Die Antwort lautet "Nein". Ganzkörperscanner an Flughäfen, Ausspähen von Kontodaten, Abhören von Telefonaten "Verdächtiger" und vieles mehr wird mit dem Kampf gegen den Terror begründet. Die Im- statt Explosion von Al-Kaida würde eine gigantische Leere hinterlassen, die allenfalls mit dem Zusammenbruch des Ostblocks vergleichbar wäre. Ältere Blogleser werden sich an die dramatischen Ereignisse vor rund zwei Jahrzehnten erinnern, als sich binnen weniger Jahre ein komplettes Feindbild in Luft auflöste und für eine gewaltige Sinnkrise der NATO sowie des gesamten westlichen Militärapparates sorgte.

    Der Versuch, mit Saddam Hussein den Europäer zum Schlottern und Zähneklappern zu bringen, scheiterte vor allem aus zweierlei Gründen: Zum einen war der Irak bereits damals zu weit von den EU- Staaten entfernt, um mit dem Einmarsch der "Revolutionären Garden" am Brandenburger Tor rechnen zu können. Zum anderen hatte der Westen Hitlers Reinkarnation noch kurz vor dem Militärschlag 1991 mit Waffen versorgt und ihn als treuen Verbündeten gegen den Iran betrachtet.

    Es waren schlimme Jahre des Leidens, als sich so mancher Steuerzahler erfrechte zu fragen, wozu man denn einen gigantischen Militärapparat benötige, wenn doch kein Feind weit und breit sichtbar sei.
    Doch dann kam Al-Kaida und schüttelte einen erfolgreichen Anschlag nach dem anderen aus dem Ärmel. Aber der Zenit der Organisation dürfte längst überschritten sein: Zuletzt hagelte es eine Niederlage nach der anderen. In seiner Verzweiflung rekrutierten Obama und seine Mannen im Dezember einen Afrikaner, der seine Unterhose nicht und nicht zur Explosion bringen konnte. Wie demütigend! Einst der Schrecken des Westens, mittlerweile auf einen Unterhosenbomber angewiesen, der noch dazu von seinem eigenen Vater verpfiffen worden war.

    Schlimm, sehr schlimme steht es um die finanzielle Lage der Al-Kaida:

    [...] wegen der stockenden Geldflüsse aus dem Ausland verlagern die Terroristen ihre Geldbeschaffung immer mehr auf kriminelle Bereiche wie Entführung und Drogenhandel.

    Anstatt sich in Fast-Food-Lokalen oder beim Einschlichten von Dosen im Supermarkt das nötige Kleingeld zu verdingen, müssen Terroristen also zu unlauteren Mitteln greifen. Gerade beim Drogenhandel droht ein Konflikt mit dem Konkurrenzunternehmen CIA. Die einfachste und gefahrloseste Methode für Terroristen rasch an Geld zu gelangen, ist und bleibt natürlich die Entführung von deutschen Staatsbürgern.

    Trotzdem steht das traditionsreiche Terrorunternehmen vor dem Aus. Die Konsequenz daraus kann nur lauten: Rettungspaket für Al-Kaida schnüren! Al-Kaida darf nicht sterben! Ganze Industriezweige haben sich auf den Anti-Terrorkampf spezialisiert. Sprich: Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel! Ganz zu schweigen von der Aushöhlung der Bürgerrechte, was so gut wie immer mit dem Kampf gegen den Terror gerechtfertigt wird. Das Angstpotenzial von Pädophilen alleine ist schlichtweg völlig ungenügend, um die nötige Angst für den Abbau unnötiger Freiheiten zu schüren.
    Ich meine: "Wir haben diese Maßnahmen gesetzt, um die Bürger dieses Landes vor Pädophilen und Raubkopierern zu schützen" - wie lächerlich klingt das denn, bitte? Nein, da muss ein "Terrorismusgefahr" hinein; ansonsten schmeckt derlei wie Gulasch ohne Gewürze.

    Deshalb: Al-Kaida benötigt dringend einen Bailout. Ein solcher würde sich über Umwege auf jeden Fall rentieren, wie die jüngere Vergangenheit beweist. Das US-Militär verzeichnete Rekordumsätze, das Reality-Game "Wo ist Osama?" unterhält seit vielen Jahren und nicht zuletzt können uns Politiker jeden Mist als Rettung des Abendlandes vor den wilden Terrorhorden verkaufen.

  • Windows 7 war heute - Windows 8 ist morgen

    Die Softwaregötter aus Redmond müssen verrückt sein! Bis vor wenigen Wochen hatte ich Windows Vista auf meinem Laptop installiert, ehe ich auf das neue Windows 7 umstieg - nur um zu lesen, dass Windows 8 angeblich bereits in den Startlöchern steht. Nun verstehe ich von Betriebssystemen ungefähr so viel wie unser Finanzminister von Finanzen - also rein gar nichts. Aber selbst mir dünkt da einiges reichlich merkwürdig. Könnte Microsofts Taktik künftig darin bestehen, alljährlich ein neues Betriebssystem auf den Markt zu werfen?

    Noch dazu halten sich die tatsächlich überwältigenden Neuerungen seit Jahren in bescheidenen Grenzen.
    Ehre wem Ehre gebührt: Windows 95 war eine kleine Revolution gegenüber Win 3.11. Plötzlich reichte die Windows-Oberfläche in Punkto Benutzerfreundlichkeit an Apple heran. Auch Windows XP erwies sich als hervorragendes Betriebssystem, das noch heute auf vielen Computern installiert ist. Doch seither? Wo bleibt der ganz große Knüller, das berühmte "Aha!"-Erlebnis?

    Anstatt "Aha!" hieß es nur allzu oft: "Hä?". Während man bei XP lediglich zwischen zwei Versionen wählen konnte, die mehr oder weniger selbsterklärende Titel - "Home" bzw. "Professional" - trugen, gibt es Windows 7 in nicht weniger als sechs (!) Varianten. Vielleicht steckt ja sogar Kalkül hinter dieser verwirrenden Produktvielfalt und der Durchschnittsuser wie meine Wenigkeit benötigt irgendwann die Dienste eines Software-Beraters:
    "Falls Sie auch Dokumente ausdrücken können möchten, benötigen Sie die Version 'Cashcowxxx'. Kostet lächerliche 50 Euro mehr als die Standardversion. Wollen Sie auch einen Bildschirm benutzen können? Dafür gibt es ein spezielles Upgrade, das -"

    Das zweite "Hä?" betrifft einige Neuerungen, wie die berüchtigte Benutzerkontensteuerung, die zwar nützlich sein mag, aber dermaßen nervt, dass ich sie schon nach kurzer Zeit deaktivierte.

    Realistisch betrachtet wird Windows 8 wohl nur ein marginales Update von Windows 7 sein. Tatsächlich nützliche Features oder Tools wird man vermutlich vergebens suchen. Dabei gäbe es ungeheuren Handlungsbedarf an allen Ecken und Enden.
    Beispielsweise der Löschhinweis: "Möchten Sie diese Datei wirklich löschen?". Nein, natürlich nicht! Ich spiele Schisshase mit mir selber ... Na klar möchte ich die Datei löschen! Aus diesem drängenden Wunsche heraus drückte ich die Entfern-Taste, weißt du?

    Und was ist etwa mit den gähnend langweiligen Hintergrundbildern? Irgendwelche Landschaften reißen niemanden vom Hocker. Da gehören unbedingt coole Themes her! Explodierte Hasenköpfe für Splatterfans, aufreizende Models oder Muskelpakete für den Mann bzw. die Frau von Welt, Ausschnitte aus der "Super Nanny" für all jene, die bei ViAgRa-Mails in Verlockung geraten ... der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Ganz im Gegensatz zur öden Realität. Dünenlandschaften. Seen. Berge. Hui, wie spannend! Schnarch.

    Oder wie wäre es mit einer Special Edition für Investmentbanker? Beim drücken einer ganz bestimmten Tastenkombination explodiert die Festplatte und vernichtet somit jegliches Beweismaterial.

    Statt dessen wird es es wohl wieder nur die üblichen Editions mit dem üblichen Werbe-Bla-Bla geben: "Noch besser, noch schneller, noch sicherer. Sogar Bill Gates verwendet das neue Windows 8!"

    Unter meinen vertrauensvollen Händen gäbe es zwei Windows-Varianten: Eine für Männer ("Noch länger! Noch ausdauernder! Noch standhafter!") in einer blauen Schachtel, eine für Frauen ("Willst du meine Mami sein? Ich hab dich lieb!") in einem rosa Schuhkarton.
    He, Microsoft: Muss ich denn an alles denken? Und noch ein Tipp: Die Leute wollen keine faden Vorstandsheinis als Testimonials sehen, sondern Busenwunder, Sänger oder Sportstars! Legt den Editionen gebrauchte Höschen von Katie Price bei oder eine Haartolle von Shakira!

    So wird das gemacht, Jungens! Hört auf einen alten Hasen und Ex-Marketingberater von Wang Computers ...

  • ... und ewig lockt der Sexismus!

    Die österreichische Frauenministerin strebt ein Verbot sexistischer Werbung an. Bei Missachtung droht dem Sexisten eine schlimme Strafe - vielleicht eine Stunde feministische Gehirnwäsche durch die Frauenministerin. Wer weiß das schon? Für die Sichtung verabscheuungswürdiger Werbung soll ein Expertinnen-Beirat zuständig sein. Dagegen ist rein prinzipiell nicht das Geringste einzuwenden, denn Bürokratie kann es gar nicht genug geben!

    Verständlicherweise heimst Frau Frauenministerin Applaus für ihren Vorstoß ein. Beispielsweise von der Frauensprecherin der Grünen:

    "Ohne Sanktionen gegen die herabwürdigende Darstellung von Frauen zu Werbezwecken wird sich daran nichts ändern."

    Die zentrale Frage in Sachen Sexismus lautet freilich: Wann ist Werbung sexistisch? Klar: Wenn ein paar "Expertinnen" darüber empfinden, dass sie sich als Frauen entwürdigt fühlen, weil etwa ein Model über einen größeren Vorbau verfügt.
    Beschäftigt man sich jedoch eingehender und vor allem unverkrampft mit dieser Frage, fällt eine Antwort weniger befriedigend aus. Denn auch wenn es Sozialisten nicht gefällt: Die Normierung des Geschmacks, der persönlichen Empfindungen oder Gefühle erweist sich als echtes Hindernis auf dem Weg zum besseren Menschen.
    Sprich: Was der eine als sexistisch empfinden mag, kann den anderen wiederum völlig kalt lassen.

    Wie verhält sich die Chose eigentlich bei Versandhauskatalogen? Gab es schon jemals Beschwerden von weiblichen Konsumentinnen, die sich beim Durchblättern der Modeseiten als Frauen entwürdigt fühlten?
    Und was ist mit Sexismus gegenüber Männern? Stellen muskelbepackte Schönlinge in Werbespots eine massive Erniedrigung ihrer weniger attraktiven Geschlechtsgenossen dar?

    Was wir meiner Ansicht nach seit einigen Jahren erleben ist die Durchdringung der Gesellschaft mit sozialistischer Zwangsbeglückung. Die Absichten mögen hehr und edel sein. Doch was nützt dies, wenn dabei Individualität und Freiheit völlig auf der Strecke bleiben? Sollten wir EU-Untertanen künftig präventiv die Klappe halten, um nur ja keinen unbedachten Fauxpas zu liefern, für den wir belangt werden könnten?

    Schon heute müssen Stellenanzeigen geschlechtsneutral formuliert werden, selbst dann, wenn ohnehin nur ein Mann oder eine Frau für die Stelle in Frage kommen. Dienstzeugnisse dürfen nur ja nichts Negatives enthalten, selbst wenn der betroffene Arbeitgeber eine faule, ständig besoffene Vollniete war.
    Was für ein Irrsinn, um nur ja niemanden zu "verletzen" oder zu "benachteiligen"!

    Gute Nacht, Europa, du bist am Ende! Nur wagt es niemand, dir die Wahrheit zu sagen ...

  • Sollen Migrantenkinder Deutsch lernen?

    Eine aus meiner Sicht befremdliche Frage wirft eine Studie zum Thema "Migration und Schulrealität" auf. Ist es Migrantenkindern zu- oder abträglich, sie ausschließlich auf Deutsch zu unterrichten?

    Es herrsche wohl "unbewusst" die Meinung vor, dass Migrantenkinder möglichst schnell Deutsch lernen müssen und dass sie dabei durch Unterrichtsmaterialien in Deutsch besser unterstützt werden als durch muttersprachliches Material.

    Es mag kleinkrämerisch klingen, aber das Erlernen einer Landessprache ist das Um und Auf jeglicher Integration! Mit welcher Sprache sonst soll man denn den Einstieg ins Berufsleben schaffen, eine Ausbildung erhalten, studieren oder auch nur irgendeinen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufnehmen? Integration ist keine Einwegstraße, sondern bedarf der aktiven Mitarbeit des Integrationswilligen. Wer die Landessprache nicht erlernen möchte bekundet seine Unwilligkeit dazu. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber dann mögen Vorwürfe von wegen Fremdenfeindlichkeit oder gar Rassismus doch bitteschön unterbleiben.

    Migranten muss bewusst sein, dass sie ihren Kindern die Zukunft verbauen, wenn sie sie nicht dabei unterstützen, Deutsch zu erlernen. Denn: Sprache ist die wohl wichtigste Erfindung der Menschheit. Sie ist elementare Voraussetzung für zwischenmenschliche Beziehungen, Kommunikation, Informationsaustausch.

    Natürlich geht es dabei überhaupt nicht um die Geringschätzung anderer Kulturen oder Sprachen, sondern um eine sinnvolle Form des Zusammenlebens. Die Ghettoisierung mancher Einwanderergruppen trägt freilich nichts zur Schaffung einer gemeinsamen Plattform des Miteinander dar. Gerade in einem Staat wie Österreich, der tausende und abertausende Menschen alljährlich aufnimmt, unterstützt, betreut und versorgt, sind die Bedingungen für Migranten ungemein positiv.

  • Machen Handys klüger?

    Erstaunliche Testergebnisse lieferten Versuche an einer US-Universität.

    Handystrahlen haben bei Mäusen Alzheimer verhindert und bei erkrankten Tieren das Hirnleiden gelindert

    Und dem nicht genug:

    Setzten die Mediziner gesunde, genetisch nicht veränderte Mäuse den Wellen aus, schnitten diese bei den Gedächtnis-Tests besser als zuvor ab.

    Man darf auf die Ergebnisse von Langzeitstudien gespannt sein: Werden heutige Jugendliche, die im Zug, in der Straßenbahn, auf der Straße oder im Kino stundenlang telefonieren in ein paar Jahrzehnten ihre handylosen Zeitgenossen intellektuell überflügeln? Sollte man der vergesslichen Oma zum Geburtstag zwei Handys schenken, die sie tagsüber an beide Ohren halten möge? Und hätte man die kürzlich erfolgte Umsiedelung von 17 Mäusen nicht erheblich kostengünstiger durchführen können, indem man statt Käse ein Handy mit 100 Freiminuten in einen Käfig legte?

    Dennoch wirft diese Nachricht, sollten sich die Ergebnisse bei Menschen ebenso erfolgreich wiederholen lassen, schwierige gesellschaftliche Fragen auf. Vor allem GrünInnen werden sich vermutlich über die soziale Ungerechtigkeit ereifern, dass manche Menschen aus Kostengründen weniger mit ihrem Handy telefonieren können wie andere. Wahrscheinlich werden kostenlose Handys an "Bedürftige" verteilt, selbstverständlich mit Flatrate um null Euro, damit diese nicht von der enormen Hebung des Volks-IQs ausgeschlossen werden.

    Quizsender werden natürlich auch davon profitieren: "Anrufen und gewinnen"-Sendungen verlieren ihren schlechten Ruf, denn je öfter die Zuschauer anrufen, umso klüger werden sie. Moderatoren, die besonders viele Zuschauer zum anrufen animierten, erhalten vielleicht sogar den Adolf-Grimme-Preis, während die "Tagesschau" als Schundprogramm eingestuft und abgesetzt wird, da die Zuschauer nicht zum Anrufen verleitet werden.

    Auch die Betreiber von Erotik-Hotlines müssten sich auf verändertes Kundenverhalten einstellen. Anstatt: "He, geiles Luder! Kannst du meinen Lümmel sehen oder muss ich den Hörer noch tiefer halten?" heißt es vermehrt: "Kann ich mit dir über Schopenhauer diskutieren?"

    Und dennoch können diese Visionen niemals Wirklichkeit werden. Sollten sich die Studien tatsächlich als intelligenzfördernd herausstellen, müsste die Regierung Handys sofort verbieten. Man stelle sich vor der Pöbel würde plötzlich erkennen, dass man ihn von A bis Z bescheißt und abzockt ...

  • Nach der Glühbirne knöpft sich EU Duschköpfe vor

    Das schrittweise Aus für Glühbirnen - von unseren Vormündern aus Brüssel wohlweislich bestimmt - war erst der Anfang. Bei der EU scheint man auf den Geschmack gekommen zu sein, den unmündigen Bürgern den Weg ins ökologische Paradies zu weisen. Schon bald könnten wassersparende Duschköpfe die "verschwenderische" Konkurrenz verdrängen. Per Verordnung, klar, denn dem doofen Konsumenten kann man eine solch wichtige Entscheidung nicht überlassen.

    Die Begründung hierfür lautet wie üblich Klimawandel:

    Die EU verspricht sich von den sogenannten Ökodesign-Regeln einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Mit den bisher beschlossenen Energienormen werde die EU bis 2020 rund 150 Millionen Tonnen CO2 einsparen, rechnet Energiekommissar Andris Piebalgs vor, das seien drei Prozent der voraussichtlichen Emissionen. Kommen Duschköpfe, Fenster und Co. dazu, dann spare Europa weitere fünf Prozent.

    Freilich: Was in solche Rechnungen niemals miteinfließt, ist der Faktor Lebensqualität. Mit Rücksicht auf die Umwelt oder die Nachfahren kann man praktisch alles reglementieren oder schlichtweg verbieten. Müssen manche Singles Wohnungen mit 100 Quadratmetern besitzen dürfen? Was das an Energie kostet! 50 Quadratmeter täten es auch. Oder 30? 20?

    Die zentrale Frage lautet folglich: Warum geben wir uns der absurden Vorstellung hin, andere wüssten viel besser als wir selber, wie wir unser Leben zu gestalten hätten? Ein Teil der Antwort liegt natürlich in der erfolgreichen Indoktrinationsanstalt namens "Schule" verborgen, die jahrelang eintrichtert, wie herrlich doch Demokratie und ein möglichst fürsorglicher Staat, und wie menschenverachtend Individualismus und Eigenverantwortung seien.
    Vielleicht liegt des Pudels Kern auch in unserer Sehnsucht nach der liebevollen, uns sachte durchs gefährliche Leben führenden Hand verborgen. Denn Eigenverantwortung ist anstrengend und mühsam. Ungleich einfacher ist es, vorgezeichneten Linien zu folgen.

    Wie weit dieses Denkmuster bereits fixer Bestandteil der Politik ist, zeigen exemplarisch die im "Spiegel"-Artikel vertretenen Ansichten:

    Wirtschaftsexperte Löschel will sich solch ein Szenario gar erst nicht vorstellen. Anstatt von außen zu regulieren, solle der Staat lieber Anreize zum Kauf Energiesparender Produkte setzen, sagt er. Eine CO2-Steuer etwa und den Ausbau des Emissionshandels, bei dem die Industrie Verschmutzungsrechte kaufen muss. "Das meiste lässt sich über Strom- oder Energiepreise regeln", sagt Löschel. Wenn Preise Knappheit signalisieren und die Hersteller den Kunden über den Energieverbrauch eines Produktes genau informieren, "dann kann jeder Verbraucher selbst entscheiden, was er kauft oder nicht kauft."

    Ein typischer Trugschluss, der leider weit verbreitet ist: Die so genannten "Anreize" - die perfiderweise der Konsument bezahlen darf - bevorzugen bestimmte Produkte und lenken den offenbar unmündigen Konsumenten in die gewünschte Richtung. Eine tatsächlich freie Kaufentscheidung sieht jedenfalls erheblich anders aus.

    Unter dem Aspekt humorvoller Unterhaltung interessant ist auch folgende Passage:

    Das Einführen der Energienormen "bewahrt Verbraucherinnen und Verbraucher vor dem Kauf eines ineffizienten Gerätes und dadurch vor einem zu hohen Energieverbrauch und zu hohen Betriebskosten", schreibt das Umweltbundesamt. "Wird denn der Verbraucher dafür sorgen, dass total ineffiziente Geräte vom Markt verschwinden?" fragt auch die Grüne EU-Abgeordnete Rebecca Harms.

    Ja, Frau Harms, in einem Freien Markt ist dies tatsächlich der Fall. Allerdings setzt dies die Einsicht voraus, dass die "Untertanen" nicht allesamt verblödete Umweltzerstörer sind. Leider trifft dies auf die Politik nicht zu, weshalb die Ineffizienz-Quote in diesem Bereich erschreckend hoch ist.

    Den einzigen Lichtblick in diesem Irrsinn bildet der ehemalige Bundespräsident Herzog der völlig richtig anmerkt, dass:

    [...] die EU den Bürger als unmündig ansehe und sich daher berechtigt fühle, ihm den Weg zu seinem Glück, sprich zum Energie- und damit Geldsparen, zu weisen.

    Dieser Ansatz wohnt freilich nicht nur der EU, sondern jeglicher "politischer Vertretung" inne, die den Bürger zum Stimmvieh degradiert, dessen eigene Stimme ungehört verhallt. Aber das nur nebenher.

    Doch ist unser gelegentliches Murren ob so mancher ungeliebter Entscheidung unserer Volkstreter in Brüssel, Berlin, Wien oder wo auch immer berechtigt? Die traurige Wahrheit lautet: Nein! Wir haben uns nicht nur damit abgefunden, große Teile unseres Einkommens an den Staat abzuliefern oder etwa massive Freiheitsbeschränkungen zu akzeptieren. Dies alles geschieht unter dem Deckmantel des Götzen Demokratie, in der Gruppe X Gruppe Y seinen Willen aufzwingt, was als gerecht empfunden wird.

    Aber was verstehe ich dämliches Steuervieh schon davon.

  • Korruptionsverfahren nach Geldzahlung eingestellt

    Wie würdet ihr folgendes Gerichtsverfahren beurteilen?

    "Angeklagter! Ihnen wird vorgeworfen, eintausend Euro veruntreut zu haben. Bekennen Sie sich schuldig?"
    "Ja. Aber ich bin bereit, Ihnen fünfhundert Euro zu bezahlen, wenn wir die ganze Sache einfach vergessen."
    "Das Verfahren wird hiermit eingestellt. Hier ist meine Visitenkarte mit den Bankdaten."

    Völlig korrekt, unbestechlich und im Sinne des Rechtsstaates handelnd?
    So absurd dieser kleine gespielte Witz auch erscheinen mag: Er ist bitter nahe an der Realität. Dem britischen Rüstungskonzern BAE wurde vom US-Justizministerium und der britischen Anti-Korruptionsbehörde Bestechung in zahlreichen Fällen vorgeworfen.

    Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Nicht, weil sich die Vorwürfe nachweislich als völlig haltlos erwiesen, sondern auf Grund eines für beide Seiten vorteilhaften Deals:

    In dem Deal verpflichtet sich das Unternehmen zu einer Zahlung von insgesamt 400 Millionen Dollar um diverse Korruputionsvorwürfe - u.a in Tansania, Saudia-Arabien und den USA - von sich abzuwenden. Als Folge des Deals werden Verfahren wegen Bestechung beschuldigter Privatpersonen - wie eben Mensdorff-Pouilly - eingestellt.

    Wie in einer Liebeskomödie schließt auch dieses Verfahren mit einem Happy-End:

    Eine Verurteilung hätte zur Folge gehabt, dass [das] Unternehmen von us-amerikanischen und europäischen Rüstungs-Ausschreibungen ausgeschlossen gewesen wäre.

    Man darf auf die Ausschreibungsergebnisse gespannt sein. Ich bin überzeugt, dass sich BAE das eine oder andere Mal als attraktivster Anbieter durchsetzen wird können. *Zwinker, zwinker*

    Nun möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst Empörung heucheln. Im Gegenteil: Ich finde es erfreulich, wie ungeniert offen die hässlichen Fratzen der Staatensysteme zum Vorschein treten. Dieser Umstand erleichtert die Aufklärung über das unmoralische, zynische Gebaren des Götzen Staat ungemein.

    Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, aus welchen Gründen Ermittlungen gegen besagtes Unternehmen vor drei Jahren eingestellt wurden:

    2007 wurden die Ermittlungen im Falle Saudi-Arabiens durch den damaligen Premierminister Tony Blair eingestellt, Hintergrund war die Drohung Saudia-Arabiens in Sicherheitsfragen nicht mehr zu kooperieren.

    Das wahrlich Unfassbare an solchen Fällen - die nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellen - ist ja, dass ausgerechnet derjenige, der betrogen und abgezockt wird, keinen Zweifel an der Aufrichtigkeit des guten Papa Staat hegt. Wie unfähig, korrupt, verschwenderisch, freiheitsfeindlich, zynisch muss der Staat eigentlich noch auftreten, bis endlich eine Mehrheit der "Bürger" die Abartigkeit dieses Systems erkennt?

  • Schulnoten schuld an miesem Leben?

    Es gibt Themen, die werden regelmäßig aufgewärmt. Etwa die gähnend langweilige Mär vom Bürokratieabbau oder Sparkurs des Staates. Die alljährliche Diskussion über die Abschaffung der Schulnoten zählt dazu. Nun bin ich ja grundsätzlich der Ansicht, dass man auch "Altbewährtes" ruhig in Frage stellen darf, ja, soll. Gerade im politischen Bereich soll dieser kritischen Hinterfragung jedoch auch Substanz innewohnen. Der Bildungssprecher der Österreichischen Grünen steht der Notenvergabe kritisch gegenüber:

    "Ziffernnoten sollen, zumindest am Anfang, durch schriftliche Beurteilung in der Volksschule ersetzt werden. Ein Wunsch wäre, sie ganz abzuschaffen."

    Weil: "Noten sind ungerecht [...]"
    Ah, da haben wir es: Das Zauberwort von der großen "Ungerechtigkeit"! Gerade Linksparteien schmeißen inflationär mit derartigen Begriffen um sich. Da ist alles, was der eigenen Weltsicht widerspricht, "ungerecht", "menschenverachtend" oder friert in der "sozialen Kälte".

    Einen Schritt weiter geht ein Bildungsexperte:

    "Aufgrund dieses Systems werden Schulkarrieren und Bildungskarrieren, das Einkommen bestimmt, die Kriminalitätsrate im weiteren Leben, die Scheidungsrate beeinflusst. Alles, was die Schüler im weiteren Leben machen, wird von ihren Bildungsabschlüssen bestimmt."

    Und das ist nicht nur meiner Meinung, sondern auch meiner Erfahrung nach Unsinn. Noch nie verlangte ein potenzieller Arbeitgeber etwa mein Hauptschulzeugnis. Meine Schulzeit wirkte sich auf mein weiteres Lebens nicht im Geringsten aus. In meinem Bekanntenkreis sind mir keine Fälle bekannt, bei denen ein schlechtes Zeugnis Karriereträume zerstörte oder nur noch den Abstieg in die Kriminalität zuließ.

    Womit ich dem Schulsystem keineswegs das Wort reden möchte. Die Alternative der verbalen Beurteilung klingt sogar recht ansprechend, weist aber einen großen Haken auf: In einer Gesellschaft, die peinlich darauf bedacht ist, nur ja niemanden "emotional zu verletzen", ist ein ehrliches Feedback unmöglich geworden. Wie etwa bei Dienstzeugnissen, in denen lediglich positive Formulierungen erlaubt sind. Ähnliches wäre auch für schulische Beurteilungen zu erwarten.
    Was bei guten Schülern bzw. untadeligen Arbeitnehmern kein Problem darstellt, erweist sich bei konträren Charakteren als Ding der Unmöglichkeit: Wie kann man jemandem durch die Blume mitteilen, dass er stinkfaul ist? Oder keine Aussicht besteht, jemals Additionen im Kopf durchführen zu können? Gerade Verniedlichungen wie "verhaltensoriginell" oder "hyperaktiv" für nervige Gören führen doch dazu, Problematiken nicht ernst zu nehmen. Denn: Man darf ja nicht die Gefühle der Eltern verletzen ...

    Dummerweise erweist sich das Leben nicht als Spielplatz, wo Erwachsene aufpassen, dass den lieben Kleinen nichts passiert. Die Realität ist oft dreckig, vulgär und beschissen. Wer nie gelernt hat mit diesen unerfreulichen Aspekten des Lebens umzugehen, wird es wohl auch nie zu meistern verstehen.
    Kuschelpädagogik bereitet jedenfalls nicht fürs Leben vor, sondern schottet lediglich künstlich ab und entzieht dem Individuum jegliche Eigenverantwortung.
    Die Behauptung, ein bestimmter (oder kein) Schulabschluss würde das Leben unumstößlich beeinflussen, ist eine äußerst naive und simplizistische Weltsicht. Wer mit 16 von der Schule fliegt hat mit hoher Wahrscheinlichkeit noch viele Jahrzehnte lang Zeit, etwas aus sich zu machen.
    Aber das eigene Versagen den bösen Lehrern oder "der Gesellschaft" zuzuschreiben, ist natürlich eine verlockend einfache Ausrede ...

  • Busenbomber neue Geheimwaffe von Al-Kaida!

    Na, Mahlzeit: Gerade erst haben wir den Schock verdaut, den uns der nigerianische Unterhosenbomber bereitet ist, und schon steht die nächste Terrorbedrohung auf dem Plan. Der britische Geheimdienst MI5 will herausgefunden haben, dass Al-Kaida weiblichen Selbstmordattentäterinnen statt Silikonkissen Sprengstoffe in die Brüste implantieren lassen könnte. Ich vermute mal, die Information stammt von Frauenversteher James Bond persönlich.
    Lachen ist auch in diesem Fall verboten, denn die Sache ist todernst:

    "Properly inserted the implant would be virtually impossible to detect by the usual airport scanning machines. You would need to subject a suspect to a sophisticated X-ray. Given that the explosive would be inserted in a sealed plastic sachet, and would be a small amount, would make it all the more impossible to spot it with the usual body scanner."

    Übersetzt heißt das wohl so viel wie: Die "Nacktscanner" wären in solchen Fällen für die Tonne. Wie kann man sich künftig vor diesen Busenbombern also schützen?
    Tittenwächter an Flughäfen gehen gar nicht - heutzutage riskiert man ja bereits eine Klage wegen sexueller Belästigung, wenn man eine Frau länger als zwei Sekunden anguckt.
    Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als jeden Flugpassagier buchstäblich auf Herz und Nieren zu untersuchen. Das Einchecken müsste somit ein paar Wochen vor Abflug erfolgen.

    Die einzige probate Lösung bleibt wohl, Flughäfen für Passagiere zu schließen und Flugzeuge nur noch mit Piloten und Stewardessen abheben zu lassen. Benötigen wir eigentlich Flugzeuge überhaupt? Innerhalb der Kontintente kann man auch mit der Eisenbahn fahren und wer unbedingt von Europa nach Amerika reisen möchte, kann ja ein Schiff nehmen. Gut, das dauert ein bisschen länger als mit dem Flugzeug. Doch ist das nicht ein kleiner Preis im Austausch für mehr Sicherheit?

    Jedenfalls finde ich es traurig, wie weit es mit dieser Gesellschaft schon gekommen ist. Vermutlich gelten schon bald großbusige Frauen als potenzielle Selbstmordattentäterinnen. Männer werden kreischend auf die andere Straßenseite laufen, sobald ihnen eine Frau mit einladend ausladendem Vorbau entgegenkommt.

    Wenn die Terroristen jetzt noch lernen Sprengstoff in Hodensäckchen zu transportieren, steht der Westen endgültig vor dem Kollaps.

  • Sind Übergewichtige tatsächlich "krank"?

    Ein merkwürdiges Phänomen greift in der westlichen Welt wie ein vielarmiger Krake um sich: Fehlende Eigenverantwortung. Schuld tragen immer die anderen oder notfalls die Umstände. Der Betroffene selbst hingegen ist stets nur unschuldiges, erbarmungswürdiges Opfer. Folgerichtig könnten wir auch von einer "Opfergesellschaft" sprechen.
    Völlig bizarr wird es, wenn gesellschaftlich verpönte Angewohntheiten plötzlich zur angeblichen Krankheit verklärt werden. Da heißt es etwa in einem Artikel zum Thema Übergewicht:

    Morbide Adipositas heißt auf Fachchinesisch die Krankheit, die unter Halbwüchsigen um sich greift

    Und weiter:

    Auflösung familiärer Essensrituale, Snacks an jeder Ecke - nur zwei Phänomene, mit denen Experten die Epidemie des Übergewichts in der westlichen Welt erklären. Von der Rolltreppe bis zum Computer macht der Fortschritt Fußwege überflüssig; schon die E-Mail sorgt für sinkenden Kalorienbedarf, weil niemand mehr im Büro herumwandern muss. Sportflächen werden zugebaut, Schulen weiten im Zweifelsfall lieber Sprachunterricht und Informatik aus als die Turnstunden.

    Mit anderen Worten: "Ich leide an einer Krankheit und Schuld sind die anderen!"
    Handelt es sich überhaupt um eine Krankheit? Meiner Ansicht nach nicht, und die Beweisführung ist einfach: Niemand kann mehrere Stunden lang willentlich auf einen Schnupfen "verzichten". Aber jeder ist dazu in der Lage, ein paar Stunden lang einfach keine Süßigkeiten reinzustopfen.

    Das ganze Dilemma wird in folgender Aussage ersichtlich:

    "Wie konnte es so weit kommen? Hat denn nie jemand was gesagt?": Diese Fragen stellt [der Arzt] Widhalm jedem seiner Patienten.

    Bedauerlicherweise werden Eigenverantwortung und Mündigkeit in unserer heutigen Gesellschaft nicht einfach nur klein geschrieben, sondern praktisch völlig ausgeblendet. Schuld tragen die Eltern, die Wirtschaft, der böse Kapitalismus, "die Gesellschaft", etc.
    Nur einer ist niemals am eigenen Zustand schuld: Der Betreffende selbst. Wie kann man aber von den Bürgern Verantwortung einfordern oder zumindest erwarten, wenn sie quasi unentwegt bemuttert werden?

    Diese Gesellschaft verblödet nicht an "Big Brother" oder Werbungen großer Elektromarktketten, sondern an der Unfähigkeit, das Leben in die eigene Hand nehmen zu dürfen. Wir haben längst verlernt, unser Leben zu gestalten und lassen uns von einem gesichtslosesn bürokratischen Apparat verwalten. Eine verhängnisvolle Lektion, die zu kompletter Verantwortungslosigkeit erzieht. Schuld sind die anderen und deshalb haben sie gefälligst für einen zu bezahlen und zu sorgen!

    Aber was verstehe ich dämliches Steuervieh schon davon ...

  • Steigen die USA aus der Raumtahrt aus?

    Vier Jahrzehnte ist es her, als der Funkspruch: "The Eagle Has Landed!" rund um die Welt ging. Und es ist schon erstaunlich, was sich alles in diesen wenigen Jahren verändert hat. Damals triumphierten die USA, und mit ihnen ihre westeuropäischen Verbündeten, über das sowjetische Schreckensregime. Auch wenn es "nur" um die erste Landung auf dem Mond ging: Der Symbolcharakter war gewaltig, als die US-Flagge in den Mondboden gerammt wurde. Der Westen hatte gesiegt! Zwei Jahrzehnte später kollabierte der kommunistische Irrsinn endgültig und machte den Weg frei für ... ja, was eigentlich?

    Erwartet hätte man sich eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit: Bis dahin stand der Großteil der Menschheit stets unter dern Knute mehr oder weniger grausamer Diktaturen. Plötzlich lag die Hoffnung in der Luft, eine tatsächlich freie Welt erschaffen zu können.
    Wiederum zwei Jahrzehnte später lähmt das Gift des Sozialismus den Westen. Vor einiger Zeit spottete Henryk Broder noch darüber, dass nicht die BRD die DDR übernommen hätte, sondern es genau umgekehrt gewesen sei. Hatte er so Unrecht? Ich fürchte, nein.

    Mit Barack Obama übernahm ein selbst nach europäischen Maßstäben gerechnet links stehender Sozialist das Ruder in den USA. Was seither geschehen ist - bzw. versäumt wurde -, schieben die naiven Obama-Groupies seinem Vorgänger in die Schuhe. Zugegeben: Bush hinterließ einen Scherbenhaufen. Doch anstatt diesen aufzuräumen, setzt Obama den eingeschlagenen Kurs konsequent fort.

    Nun bin ich wahrlich kein Freund von Verschwörungstheorien. Aber was seit einigen Jahren in den USA geschieht, trägt für mich den eindeutigen Anschein von mutwilliger Sabotage. Wo standen die USA vor vier Jahrzehnten? Sie waren nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht mit kühnen Visionen.
    Heute kann man fast nur noch mitleidig auf jenen bis zu den Zähnen bewaffneten Koloss aufblicken, dessen Beine jeden Moment einzuknicken drohen. Wirtschaflich wurde dieses einst so großartige Land nachhaltig ruiniert. Neidvoll hatten wir einst über den Atlantik geblickt: Wie wunderbar musste doch diese Freiheit sein, die der am. Staat seinen Bürgern zugesteht! Heute liefern sich die USA mit der EU ein Duell darum, wer seine Bürger mehr drangsaliert und überwacht.

    Da erscheint Obamas Aufgabe der bemannten Raumfahrt nur logisch. An dieser Stelle möchte ich gar nicht über Sinn und Unsinn bemannter Missionen schreiben.
    Bezeichnend sind Obamas Pläne:

    Diese sehen vor, den Einsatz der Rakete Ares I aufzugeben, die bemannte Raumfahrt mit Space Shuttles Ende 2010 oder Anfang 2011 vorerst einzustellen und die Internationale Raumstation ISS bis 2020 weiter mitzubetreiben.

    Mit anderen Worten: Nachdem die USA ihre Rolle als führende Wirtschaftsmacht aufgegeben haben, kippen sie nunmehr ihre einstige Vorherrschaft in der Raumfahrt. Ein bemerkenswerter Rückschritt wie ich meine, da Raumfahrt mehr als alles andere mit Visionen verbunden ist. Man erinnere sich daran, wie viele Jahre am Mondprogramm gearbeitet wurde und welche kühnen Pläne von einer bemannten Marslandung, von Weltraumstädten oder ähnlichem im Zuge der Mondlandung geschmiedet wurden. Bemerkenswert an solchen Utopien waren stets die Zeiträume: Mit raschen Umsetzungen wurde nie gerechnet. Ganz im Gegenteil wurden Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte als Zielpunkt angegeben.
    Unsinnig? Nein, denn die Grundsteine der Zukunft werden immer in der Gegenwart gelegt. Genau dies verhindert die heutige Politik erfolgreich. Sie ist an Visionen nicht im Geringsten interessiert. Was kümmern heutige Politiker beispielsweise die gigantischen Schuldenberge der Gegenwart? Munter werden diese, wie auch kommende Generationen bis über beide Ohren verschuldet.

    Ein ehemaliger öst. Bundeskanzler sagte einmal: "Wer Visionen hat gehört zum Arzt."
    Schade, dass unsere Vorfahren noch nichts davon wussten. Wie glücklich und zufrieden würden wir nun bibbernd in Höhlen hausen und uns um madiges Fleisch schlagen, wären besagte Vorfahren zum Arzt gegangen, anstatt sich Visionen von einem besseren Leben hinzugeben ...

    Aber was verstehe ich dämliches Steuervieh schon davon.

Über mich

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starca

Neben meinem reichlich unspektakulären Brotberuf versüße ich mir das Leben mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. DIe meisten davon wurden inzwischen veröffentlicht, etliche davon in eigenen Erzählbänden, die unter anderem auf Amazon zu beziehen sind.
Einen Überblick über mein Schaffen bietet meine Website:
http://www.rainer-innreiter.at/

Dieses Blog dient lediglich dazu, meine Gedanken, Vorstellungen und Ideen in die weite Welt der Tristesse hinauszutragen. Erleuchtung kann ich leider keine anbieten; hoffentlich aber einige vergnügliche Minuten oder gar Stunden beim Lesen und Stöbern!

Ach ja: Über Feedback freue ich mich immer und beantworte jedes (sinnvolle) Posting! Also dann: Lesebrille aufsetzen, Handy abschalten und ran ans Schmökern!

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