Der Atom-Sicherheits-Gipfels in Washington begann mit einem Knalleffekt: US-Präsident Obama rechnet damit, dass sich Terroristen innerhalb der nächsten 3 Jahre radioaktives Material beschaffen und in einer Millionenstadt eine handgebastelte Atombombe zünden werden. Deutschlands BundeskanzlerIn Merkel schlug überraschenderweise in eine ähnlich Kerbe:

Sie hält eine schmutzige Bombe für viel wahrscheinlicher als eine „echte Atombombe“, weil die zu bauen immer noch ziemlich kompliziert ist.

Fast so kompliziert, wie die Erdtemperatur um zwei Grad zu senken. Dennoch scheint es sich um ein machbares Ziel zu handeln, bedenkt man, dass etwa Pakistan zu den Atommächten zählt - ein Entwicklungsland, das größtenteils Textilien exportiert.

Grund für Panik also? Schierlingsbecher füllen, die Milch abbestellen und sämtliche Termine ab 2013 vorsorglich streichen?
Nein. Es handelt sich natürlich um die üblichen Schreckensszenarien. Kurzer Schlenk zurück ins Jahr 2006.
Damals verlautbarte Innenminister Wolfgang Schäuble öffentlich, dass er einen atomaren Terroranschlag in Deutschland erwarte, welcher nicht verhindert werden könne.

Zudem stellt sich die Frage, was die Terroristenhorden in den vergangenen Jahrzehnten davon abhielt, einen dermaßen verheerenden Anschlag zu verüben. Die Geheimdienste etwa? Wohl kaum, verpassten die mächtigsten und teuersten Geheimdienste der Welt doch glatt den größten Terroranschlag der US-Geschichte.

Vielmehr dürfte die Gefährlichkeit von Al-Kaida & Co geringer sein, als marktschreierisch angepriesen. Immerhin ist es an der Terrorfront verdächtig still geworden. Was steckt also wirklich hinter solchen "Warnungen" von höchster Stelle?
Nun: Könnte nicht einfach versucht werden, den Iran zu beunruhigen? Das Schüren feinseliger Stimmungen auf Basis absurder Behauptungen und frecher Lügen gelang vor dem Irak-Feldzug nicht zum ersten Mal.
Es sollte uns jedenfalls nicht überraschen, falls demnächst neue "erschreckende" Details zum Atomprogramm des Iran bekannt werden würden.