Auch wenn die Renten sicher sind, wie uns rührende Politiker immer wieder erbrechen: Das Pensionssystem gerät immer stärker in Schieflage. Schuld daran tragen amerikanische Heuschreckenspekulanten sowie asoziale Berufstätige, die bis zu 50% ihres Einkommens für sich behalten, anstatt es der Umverteilung zu widmen. Büßen müssen dies unsere Kinder, von denen wir uns die Erde nur geliehen haben und denen wir deshalb die Rechnung in Form von Billionen Euro an Staatschulden hinterlassen. Mahlzeit!
Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet ein Vorbild aus den USA. Dort verabschiedete sich ein 95-Jähriger Postbeamter in die Pension. Der gute Mann war übrigens auch nie im Krankenstand und ernährt sich mit Wassermelonen. Zweifellos ein leuchtendes Beispiel für die meisten von uns. Denn was spricht dagegen? Die Menschen werden immer älter, beziehen somit immer länger Rente, anstatt Steuergeld sparend ein paar Tage nach der Pensionierung ihr aktives Leben zu beenden. Aus der Elektronikbranche ist dieses Prinzip längst bekannt: Eine Woche nach Ablauf der Gewährleistung gibt jeder Fernseher den Geist auf.
Auf diese Weise könnte auch der unselige Jugendwahn in die Schranken gewiesen werden. Muss die Kellnerin im Restaurant jung und knackig sein? Was spricht dagegen, einer rüstigen 80-Jährigen die Speisen servieren zu lassen? Dies wäre zudem eine wertvolle Lektion in Sachen Toleranz, wenn die Kellnerin während des in die Küche Schlurfens bereits wieder vergessen hat, was Tisch 2 bestellt hatte.
Auch in der Schule könnte ich mir ältere Lehrkräfte sehr gut feststellen! Schluss mit dem faden Geschichtsunterricht, wenn der 94-jährige Ex-Offizier der Wehrmacht hautnah von den Abenteuern im damaligen Nahen Osten berichtet. Bestimmt findet sich auch noch der eine oder andere Lehrer, für den Latein keine tote Sprache ist.
Meiner Ansicht nach sollte man sich Alternativen aus dem derzeitigen Schlamassel gut durch den Kopf gehen lassen. Ein bisschen mehr Mut stünde uns gut zu Gesicht, um optimistisch an die Sanierung des Staatshaushalts herangehen zu können. Schließlich haben andere weit über unsere Verhältnisse gelebt ...

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