Eine der größten Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte stellt natürlich der Wohlfahrtsstaat dar. Dieser entbindet die Ärmsten der Gesellschaft - Schulabbrecher ohne Bock auf Arbeit, Frauen, die alle zehn Monate von einem anderen Typen schwanger werden, etc. - von den unwürdigen Mühsalen von Arbeit und Fleiß. Denn glücklicherweise gibt es jene naiven Trotteln, die reeller Arbeit nachgehen, um diese zivilisatorische Errungenschaft zu ermöglichen.

Dennoch sind die Maschen des Sozialstaates genauso wenig dicht wie unsere politische Elite, weshalb immer noch viel zu viele Individien durch die Maschen rutschen und auf dem harten Asphalt der Wirklichkeit landen. Ja, ich rede von Walen und Delfinen! Diesen ungeheuren Skandal sozialer Kältestarre deckten Tierschützer bei einer Konferenz in Helsinki auf. Ihre Forderung: "Wale und Delfine sollen einen Anspruch auf das Recht auf Leben, Freiheit und Wohlbefinden erhalten".
Demnach sollen die Rechte der Tiere von den Ländern gesetzlich festgeschrieben werden. Eine höchst überfällige Maßnahme, denn trotz allgemeinen Walrechts werden etwa Delphine immer noch von skrupellosen Wilderern in den Alpen erlegt. Schuld daran trägt der Aberglaube, wonach der Verzehr von Delphinfleisch vor der Pest schütze.

Natürlich gibt es vernünftige Argumente dafür, Walen und Delphinen besonderen Schutz zu gewähren:

Wale und Delfine leben oft in Verbänden und zeigen ein umfassendes Sozialverhalten.

Völlig im Gegensatz etwa zu den als eigenbrötlerischen Einzelgängern lebenden Ameisen, die wir auch weiterhin nach Lust und Laune zertrampeln dürfen. Nimm das, Ameise! Ha!
Die Konsequenzen sollten völlig klar sein: Neben einem Frauenministerium brauchen wir unbedingt auch ein Delphinministerium. Hierbei sollte interministerielle Arbeit selbstverständlich sein, werden doch leider auch Delphinweibchen immer noch unterdrückt, benachteiligt und sexuell ausgebeutet. Jährlich müssen tausende Delphindamen ihren Nachwuchs ganz alleine aufziehen, nachdem sie vom Partner schwimmengelassen wurden. Hierbei ist die Pharmaindustrie in der Pflicht, eine wasserdichte Pille zu entwickeln. Ganz zu schweigen von fünf Metern langen Kondomen für Blauwale.