Ja, die Krise ist hart und trifft uns alle. Dennoch sollte man nicht alles gar so tiefschwarz sehen. Sicher: Jene, die arbeiten müssen, weil sie sich Arbeitslosigkeit noch immer nicht leisten können, werden traditionell am Stärksten zur Kasse gebeten. Berechtigterweise, nehmen sie doch Arbeitslosen wertvolle Arbeitsplätze weg und tragen aus historischen Gründen an sämtlichen Menschenrechtsverletzungen der vergangenen zehntausend Jahre Schuld.

Erfreulicherweise wirkt sich die Krise nicht auf alle Branchen negativ aus. So sind etwa in Bolivien Babys schon ab 120 Euro erhältlich. Ein Schnäppchen, von dem man hierzulande nur träumen kann. Selbst in den USA werden Babys für gerade mal 25 Euro feilgeboten. Die Gründe für die konstant hohen Preise in Europa liegen am geringen Angebot. Immer weniger Europäer können sich auf Grund der hohen Abgabenquoten noch eigene Kinder leisten. Subventionen in Form von Kindergeld und sonstiger staatlicher Alimentierung bieten zu wenige Anreize. Dies hängt auch mit der unzufriedenstellenden Gewährleistung in Deutschland zusammen. Es ist Eltern kaum möglich, Kinder bei Nichtgefallen umzutauschen.

Hier ist natürlich der Gesetzgeber in der Pflicht, dieser besorgniserregenden Situation entgegenzuwirken. Das Aufheben des Verbots von Kinderarbeit wäre ein erster Schritt in die gewünschte Richtung. Es ist kaum einzusehen, weshalb Kinder jahrelang völlig kostenlos bei ihren Eltern leben dürfen, ohne fürs Essen, Kleidung oder Wohnung etwas beizutragen. Denn: Kinder sind ohnehin von Natur aus neugierig und an vernünftiger Arbeit interessiert. Wer alt genug ist, den Löffel eigenhändig zum Mund zu führen, ist auch alt genug für Arbeit.