Eine großartige Idee, die der Chef des Uno-Aids-Programmes, Michel Sidibe, in bestimmt monatelanger Detailarbeit ausgebrütet hat, nämlich eine "Robin Hood Tax" für die bösen Finanzunternehmen. Offenbar hat man endlich erkannt, dass Banken, Spekulanten & Co nicht nur an der Finanzkrise, sondern auch am Klimawandel, Mundgeruch sowie AIDS schuld trägt. Denn:

"Die Zeit ist gekommen für eine Robin Hood Tax, damit auch der Finanzsektor einen gerechten Anteil leistet"

Eigentlich sollte man den öffentlichen Gebrauch des an sich schönen Wortes "Gerechtigkeit" ein paar Jahre lang unterbinden. Wann immer von "Gerechtigkeit" gefaselt wird, weiß man, worauf es hinausläuft: "Ich will Geld, gib mir dein Portemonnaie!"

Anscheinend benötigt man auch keinerlei Erklärungen mehr dafür, weshalb man jemanden für die "gerechte Sache" abzocken möchte. Man könnte genauso gut auch die Steuern auf Lebensmittel erhöhen, um mehr Mittel für den Kampf gegen Rechts zu lukrieren. Oder die Mineralölsteuer zwecks Erhöhung des Bildungsbudgets erhöhen.

Aber wozu Logik? Selbsternannte Weltverbesserer benötigen keine Logik, sondern lediglich die Faust des Staates, um hemmungslos zuschlagen zu können.