Das Zentralkomitee der EUdssr plant den nächsten heimtückischen Anschlag auf die geistige Gesundheit seiner Untertanen. Die gewohnten Kontonummern und Bankleitzahlen sollen schon bald der Vergangenheit angehören und durch IBAN sowie BIC ersetzt werden, die bereits seit Jahren für spesenlose Überweisungen zwischen EU-Staaten genützt werden.

Verbraucherschützer schlagen deshalb Alarm:

"Viele werden mit den neuen Zahlenkolonnen überfordert. EU und Banken müssen die Verbraucher endlich umfassend über das neue System informieren.“

Tatsächlich droht ein heilloses Chaos, wenn plötzlich andere Ziffernfolgen bei Überweisungen eingesetzt werden müssen. Aus diesem Grund wechselten Konsumenten bekanntermaßen niemals die Bank: Niemand kann sich neue Ziffern merken oder irgendwo notieren.
Man kann als wie immer komplett überforderter Normalbürger nur hoffen, dass die Regierung die Banken in Pflicht nimmt, das enorm komplizierte Prozedere möglichst verständlich aufzubereiten und die verängstigte Bevölkerung nicht in Panik verfallen zu lassen.

Nachfolgend werde ich mein Bestes geben, den Umgang mit IBAN und BIC anhand eigener Erfahrungen zu schildern. Bitte nehmt euch für die komplizierten Erklärungen ein paar Stunden Zeit oder druckt diesen Blogeintrag aus und studiert ihn am Wochenende sorgfältig. Sollten die Fachausdrücke unverständlich sein oder euch die Reihenfolge des Prozederes verwirren, scheut euch nicht, Fragen zu stellen! Seid ihr bereit? Also gut, holt tief Luft, wir beginnen:

Wenn ich elektronisch (Telebanking) einen Betrag von meinem Konto auf ein deutsches Konto überweisen möchte, gehe ich folgendermaßen vor:

1.) In das Feld "Betrag" füge ich den Überweisungsbetrag ein.

Jetzt wird es kompliziert:

2.) In das Feld "IBAN" trage ich meine von der Bank zugewiesene IBAN-Nummer ein.

Am besten, ihr legt eine kurze Atempause ein, denn es wird noch komplizierter:

3.) In das Feld "BIC" trage ich meine von der Bank zugewiesene BIC-Nummer ein.

Mir ist völlig klar, dass kaum jemand einen solchen komplexen Vorgang auf Anhieb durchblicken kann. Ich selbst war mehrere Wochen lang damit beschäftigt, Punkt 1.) zu kapieren. Trotzdem: Behaltet die Nerven und werft nicht gleich die Flinte ins Korn.